Carbonsäuren und Derivate
Carbonsäuren, Ester und Amide benennen: Übungen
So benennst du Carbonsäuren, Ester, Amide und Säurechloride: -säure, Esternamen in einem Wort, N-Substituenten, mit Übungen, Rückmeldung und Musterlösungen.
Carbonsäuren enthalten die –COOH-Gruppe. Ersetzt man ihre OH-Gruppe durch eine andere Gruppe, erhält man die Säurederivate: Ester (–COO–R), Amide (–CONH2) und Säurechloride (–COCl). Alle werden von der Säure aus benannt.
Die Regeln, die du brauchst
- Säuren: der Alkanname plus -säure. Das COOH-Kohlenstoffatom ist C1 der Kette und braucht keinen Lokanten: Propansäure, 2-Methylpropansäure. Die von Alkanen abgeleiteten Carbonsäuren heißen deshalb auch Alkansäuren. Eine Säuregruppe an jedem Ende ergibt -disäure: Butandisäure.
- Esternamen sind im Deutschen ein Wort: zuerst die Gruppe am einfach gebundenen Sauerstoffatom, dann der Säureteil, in dem -säure durch -oat ersetzt ist. Methylpropanoat entsteht aus Propansäure und Methanol. Häufig liest du Ester auch in der Form „…säure…ester“, zum Beispiel Propionsäuremethylester für Methylpropanoat oder Essigsäureethylester für Ethylethanoat.
- Amide: Aus -säure wird -amid. Gruppen am Stickstoffatom erhalten den Lokanten N: Propanamid, N-Methylpropanamid.
- Säurechloride: Aus -säure wird -oylchlorid: Propanoylchlorid.
- Diese Gruppen haben Vorrang vor Aldehyden, Ketonen, Alkoholen und Aminen, die dann zu Präfixen werden: 3-Oxobutansäure. An einem Ring wird die Säure mit -carbonsäure benannt (Cyclohexancarbonsäure), am Benzolring heißt sie Benzoesäure.
Zwei Namen Schritt für Schritt
Ethylpropanoat
Teile den Ester am einfach gebundenen Sauerstoffatom. Die Seite mit der C=O-Gruppe hat drei Kohlenstoffatome, das C=O-Kohlenstoffatom mitgezählt: der Säureteil „Propanoat“. Die Gruppe auf der anderen Seite des Sauerstoffatoms hat zwei Kohlenstoffatome: Ethyl. Sie steht vorn, und beide Teile bilden ein Wort: Ethylpropanoat. Mit vertauschten Gruppen hieße der Ester Propylethanoat, eine andere Verbindung mit derselben Summenformel.
Propanamid
Drei Kohlenstoffatome, von denen das letzte sowohl die C=O-Gruppe als auch die NH2-Gruppe trägt: Propanamid. Das Amidkohlenstoffatom ist C1 und braucht keinen Lokanten. Ohne die C=O-Gruppe wäre die Verbindung ein Amin, Propan-1-amin.
Darauf musst du achten
- Das Kohlenstoffatom von COOH, COO–, CONH2 und COCl gehört zur Kette und wird im Namen mitgezählt.
- In einem Ester sitzt die zuerst genannte Gruppe am Sauerstoffatom, nicht am C=O-Kohlenstoffatom.
- Die N-Methylgruppe eines Amids ist an den Stickstoff gebunden; eine Methylgruppe am Kohlenstoff ergäbe ein anderes Amid.
Nach dem Namen zeichnen: 19 Übungen
Jeder Name öffnet seine Übung. Zeichne die Struktur und lass sie prüfen: Jede richtige Zeichnung wird akzeptiert, und wenn du nicht weiterkommst, helfen Tipps und eine Musterlösung.
- Propansäure Einstieg
- Ethylethanoat Einstieg
- Ethansäure Einstieg
- Butansäure Einstieg
- Methylethanoat Einstieg
- Ethanamid Einstieg
- Methylpropanoat Mittelstufe
- Propanoylchlorid Mittelstufe
- 2-Methylpropansäure Mittelstufe
- Propylethanoat Mittelstufe
- Ethanoylchlorid Mittelstufe
- N-Methylpropanamid Mittelstufe
- Cyclohexancarbonsäure Mittelstufe
- N,N-Dimethylethanamid Fortgeschritten
- Butandisäure Fortgeschritten
- Propandisäure Fortgeschritten
- Methyl-2-methylpropanoat Fortgeschritten
- Prop-2-ensäure Fortgeschritten
- 3-Oxobutansäure Fortgeschritten
Struktur benennen
19 Strukturen dieser Stoffklasse zum Benennen, jeweils mit vier Namen zur Auswahl und einer Erklärung zu jeder falschen Antwort.
Arbeitsblatt zum Ausdrucken
Zum Üben auf Papier: Namen zum Zeichnen und Strukturen zum Benennen, mit einem Lösungsblatt zum Kontrollieren.
Der ausführliche Leitfaden
Der Leitfaden Carbonsäuren und Derivate erklärt diese Namen ausführlicher, mit weiteren Beispielen und den häufigsten Fehlern.